Lebensmittelinformations-Verordnung in Kraft

Autor/in: , Redaktion: Dr. Bertil Kluthe
© Kluthe-Stiftung Ernährung und Gesundheit

Dienstag, 20. Januar 2015

Nach dreijähriger Übergangsfrist ist am 13. Dezember 2014 die Lebensmittelinformations-Verordnung in Kraft getreten. Damit gelten erstmals europaweit einheitliche Regeln für die Kennzeichnung von Lebensmitteln. Für Verbraucher hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft Informationsmaterial bereitgestellt.

Christian Schmidt, der amtierende Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, sieht in der Lebensmittelinformationsverordnung einen „Meilenstein für mehr Klarheit und Wahrheit bei der Aufmachung und Kennzeichnung von Lebensmitteln“. Sie sorge an vielen Stellen dafür, so Schmidt weiter, dass die Menschen besser erkennen, was in den Lebensmitteln enthalten ist.

Neu sind beispielsweise die klare Kennzeichnung von Imitatlebensmitteln in Verbindung mit dem Produktnamen, die Hervorhebung von Allergenen im Zutatenverzeichnis, Warnhinweise auf Energydrinks sowie die Festlegung einer Mindestschriftgröße für Pflichtangaben auf Lebensmitteln. Ab April 2015 muss der Aufzucht- und Schlachtort auch bei Geflügel-, Schweine-, Schaf- und Ziegenfleisch genannt werden, für Rindfleisch ist dies schon seit 2000 gesetzlich vorgeschrieben. Und im Dezember 2016 wird eine einheitliche Nährwerttabelle mit Angaben zum Energiegehalt, den Mengen an enthaltenem Fett, gesättigten Fettsäuren, Kohlenhydraten, Zucker, Eiweiß und Salz – jeweils bezogen auf 100 Gramm oder 100 Milliliter – auf allen verpackten und vorverpackten Lebensmitteln verpflichtend.

Rechtzeitig zum Inkrafttreten der Lebensmittelinformations-Verordnung hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) Informationsmaterial bereitgestellt. Auf der neu gestalteten interaktiven Kennzeichnungswebsite des BMEL können Interessierte die 16 Seiten umfassende Broschüre „Kennzeichnung von Lebensmitteln – Die neuen Regelungen“ und eine handliche Service-Karte „Klarheit und Sicherheit an der Ladentheke – Informationen für Allergikerinnen und Allergiker“ abrufen oder bestellen. Darüber hinaus bietet die Internetseite über verschiedene Zugangswege Informationen über die neue Verordnung.

Quellen einblenden

 

 

verfasst von am 20. Januar 2015 um 07:24

Was ist das?

DEBInet-Ernährungsblog - über uns

Unsere Autoren schreiben für Sie über Aktuelles und Wissenswertes aus Ernährungswissenschaft und Ernährungsmedizin. Die redaktionell aufbereiteten Texte richten sich nicht nur an Experten, sondern an alle, die sich für das Thema "Ernährung" interessieren.

Sie können sich die Beiträge per Newsletter zuschicken lassen oder diese über RSS-Feed oder Twitter abonnieren.

Für die Schriftenreihe der Gesellschaft für Rehabilitation bei Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten e.V. (GRVS) wurden 222 unserer Blog-Artikel ausgewählt. Das dabei entstandene Ernährungs-Lesebuch ist 2017 im Pabst Science Publishers Verlag erschienen und steht Ihnen hier kostenlos zum Download zur Verfügung

Der "DEBInet-Ernährungsblog"
ist ein Projekt der


© 2010-2017 Kluthe-Stiftung Ernährung und Gesundheit

- noch keine Kommentare -

Kommentar abgeben