Was steht an 2014?

Autor/in: , Redaktion: Dr. Bertil Kluthe
© Kluthe-Stiftung ErnĂ€hrung und Gesundheit

Freitag, 10. Januar 2014

Feuerwerk Berlin
© young shanahan

Wir geben einen Überblick, welche gesetzliche Änderungen im Bereich ErnĂ€hrung und Verbraucherschutz im neuen Jahr in Kraft treten werden.

01. Januar 2014
Nachhaltigkeit wird zum wichtigsten Prinzip der europÀischen Fischereipolitik. Ziel der umfassenden Reform ist eine Bewirtschaftung des Fischbestands nach dem Prinzip des maximalen Dauerertrags.

02. Januar 2014
Die EuropĂ€ische Kommission hat sechs gesundheitsbezogene Aussagen (sog. Health Claims) zu Omega-3-FettsĂ€uren, löslichen Ballaststoffen, Fruchtzucker und getrockneten Pflaumen zugelassen. Ab dem ersten Werktag des neuen Jahres dĂŒrfen Lebensmittel damit versehen werden, zum Beispiel: „Getrocknete Pflaumen tragen zu einer normalen Darmfunktion bei.“ oder „Der Verzehr von Lebensmitteln, die Fruktose enthalten, fĂŒhrt zu einem geringeren Glukoseanstieg im Blut im Vergleich zu Lebensmitteln, die Saccharose oder Glukose enthalten.„.
Seit dem Jahreswechsel können Lebensmittelhersteller bundesweit mit dem auf Verpackungen abgedruckten Regionalfenster auf die Herkunft ihrer Produkte hinweisen. Der offizielle Startschuss fĂ€llt in der zweiten JanuarhĂ€lfte im Rahmen der GrĂŒnen Woche in Berlin.

13. Mai 2014
Ab diesem Datum ist eine weitere, zuweilen stark umstrittene gesundheitsbezogene Aussage auf Lebensmitteln zulĂ€ssig. Lebensmittel, die bestimmte Anforderungen hinsichtlich ihres Zuckergehalts erfĂŒllen, dĂŒrfen fortan damit beworben werden, dass sie aufgrund ihres Kohlenhydratgehalts „zur Aufrechterhaltung einer normalen Gehirnfunktion beitragen„.

13. Dezember 2014
Was Lebensmittelreformen angeht, ist dies wohl das bedeutendste Datum 2014:

  • Ab dem 13. Dezember ist vorgeschrieben, dass verpflichtende Informationen auf Lebensmittelverpackungen in der EU gut lesbar sind und eine MindestschriftgrĂ¶ĂŸe haben.
  • Werden Lebensmittelimitate verwendet, muss dies in unmittelbarer NĂ€he des Produktnamens kenntlich gemacht werden. Verbraucher können die Verwendung von „Klebefleisch“ in Schinken, Nuggets etc. anhand des Hinweises „aus FleischstĂŒcken zusammengefĂŒgt“ erkennen und der Begriff „KĂ€se“ darf nur noch fĂŒr „echten“ KĂ€se (im Gegensatz zu AnalogkĂ€se) verwendet werden.
  • Bei verpackten Lebensmitteln wird es zur Pflicht, die 14 Stoffe, die am hĂ€ufigsten allergische Reaktionen auslösen, in der Zutatenliste hervorzuheben. Auch bei loser Ware wird eine entsprechende Information verpflichtend.
  • Ab dem 13. Dezember 2014 muss der Einsatz von nanotechnisch hergestellten Zutaten oder Zusatzstoffen beispielsweise in TĂŒtensuppen, NahrungsergĂ€nzungsmitteln, Salz oder Ketchup durch den Zusatz „Nano“ kenntlich gemacht werden.
  • Der Hinweis „erhöhter Koffeingehalt“ auf Energiedrinks wird durch die Warnung „fĂŒr Kinder und Schwangere oder stillende Frauen nicht empfohlen“ erweitert. Dieser Hinweis muss so angebracht sein, dass er gut sichtbar und deutlich zu lesen ist und darf nicht durch Bildzeichen oder andere Angaben verdeckt werden.
  • Werden NĂ€hrwerttabellen auf Lebensmittelverpackungen abgedruckt, mĂŒssen neben dem Kaloriengehalt Angaben zum Gehalt an Fett, gesĂ€ttigten FettsĂ€uren, Kohlenhydraten, Zucker, Eiweiß und Salz gemacht werden.
  • Beim Online-Einkauf von Lebensmitteln ist fortan vorgeschrieben, dass Verbraucher ĂŒber Verkehrsbezeichnung, Zutatenlisten und eventuell enthaltende allergene Stoffe informiert werden.

Ende 2014
Gute Nachrichten fĂŒr Winzer hierzulande: Das deutsche Weingesetz wird modifiziert, sodass die deutsche Weinwirtschaft neue Möglichkeiten zur Absatzförderung nutzen kann. Im Rahmen des nationalen StĂŒtzungsprogramms Wein sollen Verbraucher ĂŒber die QualitĂ€t, Vielfalt und Erzeugungsbedingungen deutscher QualitĂ€ts- und PrĂ€dikatsweine informiert werden. Außerdem werden AufklĂ€rungskampagnen fĂŒr einen verantwortungsbewussten, maßvollen Weingenuss initiiert.

Quellen einblenden

verfasst von am 10. Januar 2014 um 09:02

Was ist das?

DEBInet-ErnĂ€hrungsblog - ĂŒber uns

Unsere Autoren schreiben fĂŒr Sie ĂŒber Aktuelles und Wissenswertes aus ErnĂ€hrungswissenschaft und ErnĂ€hrungsmedizin. Die redaktionell aufbereiteten Texte richten sich nicht nur an Experten, sondern an alle, die sich fĂŒr das Thema "ErnĂ€hrung" interessieren.

Sie können sich die BeitrĂ€ge per Newsletter zuschicken lassen oder diese ĂŒber RSS-Feed oder Twitter abonnieren.

FĂŒr die Schriftenreihe der Gesellschaft fĂŒr Rehabilitation bei Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten e.V. (GRVS) wurden 222 unserer Blog-Artikel ausgewĂ€hlt. Das dabei entstandene ErnĂ€hrungs-Lesebuch ist 2017 im Pabst Science Publishers Verlag erschienen und steht Ihnen hier kostenlos zum Download zur VerfĂŒgung

Der "DEBInet-ErnÀhrungsblog"
ist ein Projekt der


© 2010-2020 Kluthe-Stiftung ErnĂ€hrung und Gesundheit

- noch keine Kommentare -

Kommentar abgeben