Unser tägliches Brot

Autor/in: , Redaktion: Dr. Bertil Kluthe
© Kluthe-Stiftung Ern√§hrung und Gesundheit

Freitag, 17. Februar 2012

Brot ist in Deutschland im wahrsten Sinne des Wortes „in aller Munde“. Von 20 Deutschen essen 19 (94 Prozent) t√§glich Brot, der Durchschnittsb√ľrger verbraucht rund 85 Kilogramm Backwaren j√§hrlich. Damit liegen wir weit √ľber dem EU-Durchschnitt von 66 Kilogramm pro Jahr.

Kein Wunder, dass es in Deutschland √ľber 300 verschiedene Brotsorten gibt. Sie unterscheiden sich durch die Art des verwendeten Mehls sowie weitere Zutaten.

Brot
© david.nikonvscanon

Jeder Deutsche verbraucht ca. 85 kg Backwaren jährlich.

  • Weizenbrote werden auch Wei√übrote genannt. Sie bestehen zu mindestens 90 Prozent aus Wei√ümehl. F√ľr die restlichen zehn Prozent d√ľrfen andere Mehle, beispielsweise Roggenmehl, zugesetzt werden. Weitere Zutaten sind Wasser, Backhefe, Milch, Fett und Zucker. Weizenbrote sind mild im Geschmack und leicht bek√∂mmlich.
  • Wird ein Teil des Weizenmehls durch andere Mehle (meist Roggenmehl) ersetzt, erh√§lt man Weizenmischbrote. Sie enthalten 51-89 Prozent Weizenmehl. Ein Weizenmischbrot, das aus Weizen- und Roggenmehl besteht, schmeckt herzhafter als reines Weizenbrot und ist l√§nger haltbar.
  • Weizenvollkornbrot: Wie der Name schon verr√§t, besteht dieses Brot haupts√§chlich (zu 90 Prozent) aus Weizenvollkornmehl. Ein Teil des Mehls kann auch durch Weizenschrot ersetzt werden. Durch die Verwendung des vollen Korns besitzt Vollkornbrot einen h√∂heren Gehalt an N√§hrstoffen und Ballaststoffen. Es f√∂rdert die Darmt√§tigkeit und wirkt sich positiv auf die Darmgesundheit aus. Der Geschmack l√§sst sich mit aromatisch-saftig beschreiben.
  • Roggenbrot enth√§lt mindestens 90 Prozent Roggenmehl. Als Backtriebmittel wird Sauerteig, meist in Kombination mit Hefe, verwendet. Verglichen mit Weizenbrot ist dieses Brot flacher, kompakter und dunkler. Roggenmischbrot besteht zu 51-89 Prozent aus Roggen. Der herzhafte, aromatische und leicht s√§uerliche Geschmack und die lange Haltbarkeit machen Roggen- und Roggenmischbrote hierzulande sehr beliebt. In Deutschland ist jedes f√ľnfte verkaufte Brot ein Roggen- oder Roggenmischbrot.
  • Ebenso wie Weizenvollkornbrot besteht Roggenvollkornbrot zu 90 Prozent aus Roggenvollkornmehl, evtl. gemischt mit Roggenschrot. Roggenvollkornbrot ist aromatisch und saftig im Geschmack und lange haltbar.
  • Au√üer diesen Sorten gibt es zahlreiche Spezialbrote. Sie zeichnen sich durch die Verwendung besonderer Zutaten, spezieller Backverfahren oder ver√§nderte N√§hrwerte aus. Zu den Spezialbroten z√§hlen Mehrkornbrot, Kn√§ckebrot, Ciabatta und Sonnenblumenbrot ebenso wie Bierbrot, Holzofenbrot, Fladenbrot, K√ľrbis-, Kartoffel- und M√∂hrenbrot. Die Aufz√§hlung lie√üe sich beliebig fortsetzen.

Auch das beste Brot schmeckt nur, solange es frisch ist. Deshalb an dieser Stelle einige Tipps zur richtigen Aufbewahrung von Brot:

  • Brotkasten
    © Ella's Kitchen Company Limited
    Brot sollte luftig und trocken, aber nicht zu warm aufbewahrt werden. Ideal ist ein bel√ľftbarer Brotkasten oder Tontopf. Zur Vermeidung von Schimmelbefall sollten Brotkr√ľmel daraus regelm√§√üig entfernt und das Beh√§ltnis mit Essigwasser gereinigt und gut getrocknet werden.
  • Lediglich bei schw√ľler Hitze im Sommer empfiehlt sich die Aufbewahrung im K√ľhlschrank. Die trockene K√ľhlschrankluft l√§sst Brot zwar schneller altbacken werden, daf√ľr schimmelt es aber nicht.
  • Aufgeschnittenes, abgepacktes Brot sollte am besten in der Verpackung belassen, einzelne Scheiben nach Bedarf entnommen werden.
  • Falls Sie mehr Brot einkaufen als Sie aktuell ben√∂tigen, kann ein Teil davon in Scheiben geschnitten und portionsweise abgepackt eingefroren werden. So ist es bei Bedarf schnell zur Hand.

Schimmeliges Brot sollte nicht mehr verzehrt werden. Durch die gro√üen Poren kann sich der Schimmelpilz darin weit √ľber den f√ľr das menschliche Auge sichtbaren Befall verbreiten und giftige Schimmelpilzsporen bilden.

Quellen:

Leckere Brotrezepte finden Sie in unserer Rezeptsammlung.

verfasst von am 17. Februar 2012 um 07:10

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